Die besten Pressefotos der Welt in Kitzingen

WORLD PRESS PHOTO entschied sich zum 8. Mal für die Rathaushalle in Kitzingen, da die Fotos hier einer größtmöglichen Öffentlichkeit und ohne Eintritt zugängig sind. Die unterfränkische Kleinstadt ist damit in einer Reihe mit Ausstellungsorten wie New York, Rom, Moskau und Tokio.

Am Wettbewerb 2012 beteiligten sich 5.666 Fotografen mit 103.481 Fotos aus 124 Ländern. 156 Fotos von 54 Fotografen aus 33 Ländern wurden ausgezeichnet.
Alle diese Fotos zeigt die Ausstellung noch bis 7. April 2014.

Die Stiftung WORLD PRESS PHOTO ist eine unabhängige, gemeinnützige Organisation, die 1955 in den Niederlanden gegründet wurde. Ihr Hauptziel ist die Förderung und Unterstützung der Pressefotografie und des freien Meinungsaustauschs weltweit.
WORLD PRESS PHOTO veranstaltet jährlich den weltweit größten und renommiertesten Foto-Wettbewerb.

01_Paul Hansen_World Press Photo 2013World Press Photo des Jahres 2012
Paul Hansen / Schweden, Dagens Nyheter / 1. Preis Einzelfotos / Harte Fakten
Die Leichen von Suhaib Hijazi, 2, und ihrem älteren Bruder Muhammad, fast vier, werden von ihren Onkeln in Gaza-Stadt für die Beerdigung zur Moschee getragen.
Die Kinder wurden am 19. November getötet, als ihr Haus durch einen israelischen Luftangriff zerstört worden war. Ihr Vater, Fouad, wurde ebenfalls bei dem Angriff getötet. Ihre Mutter und vier weitere Angehörige waren schwer verletzt worden.
Israel hatte als Antwort auf unablässigen Raketenbeschuss durch militante Palästinensergruppen am 14. November mit einer intensiven Offensive gegen den von der Hamas regierten Gaza-Streifen begonnen. In den ersten Tagen der Offensive hatte Israel auf militärische und strategisch wichtige Ziele geschossen. Später wurden jedoch auch Häuser oder Verstecke von vermeintlichen Hamas-Mitgliedern angegriffen.
Als am 21. November ein Waffenstillstand ausgehandelt wurde, waren in Gaza über 150 Menschen getötet worden, darunter wahrscheinlich 103 Zivilisten, mindestens 30 davon waren Kinder.
Bullen_Wei Seng ChenBullen
Wei Seng Chen / Malaysia / 1. Preis Sport Action Einzelfotos
Ein Teilnehmer und sein Team erreichen das Ziel des Bullenrennens in Batu Sangkar,
West-Sumatra, Indonesien. Das Pacu Jawi (Bullenrennen), seit 400 Jahren Tradition in dieser Gegend, wird nach der Reisernte auf leeren Reisfeldern veranstaltet. Die Teilnehmer stehen barfuss auf Holzgeschirren zweier Bullen und treiben die Tiere an, indem sie an den Schwänzen ziehen. Für den Gewinner ist ausschlaggebend, ob beide Tiere mitarbeiten und die Bullen dabei in einer geraden Linie laufen.
600 Bullen und 50 Bauern traten im Februar 2012 beim Pacu Jawi in verschiedenen Läufen an.
Fechter_Sergei IlnitskyFechter
Sergei Ilnitsky / Russland, European Pressphoto Agency / 2. Preis Sport Action Fotoserien / Sport
Fechten 2012 bei den Olympischen Spielen in London.
Der Ägypter Alaaeldin Abouelkassem (oben) ist am 31. Juli beim Einzel-Florettfechten der Männer in Aktion gegen Peter Joppich aus Deutschland. Abouelkassem gewann diese Runde und am Ende die Silbermedaille.
Wurzel_Daniel BerehulakWurzel
Daniel Berehulak / Australien, Getty Images / 3. Preis Fotoserien / Reportagen
Ein Jahr, nachdem ein Erdbeben und der anschließende Tsunami im März 2011 große Gebiete im Nordosten Japans zerstört hatten, fehlte Tausenden von Menschen ein Dach über dem Kopf und die japanische Regierung war immer noch bemüht, Schutt zu beseitigen und die Lebensgrundlagen wiederherzustellen.
Ein Stumpf einer entwurzelten Kiefer liegt immer noch am Strand von Rikuzentakata, Präfektur Iwate. Rikuzentakata war vom Tsunami fast völlig zerstört worden und verlor über 40 Prozent der 23.000 Einwohner.
Pinguine_Paul NicklenPinguine
Paul Nicklen / Kanada, National Geographic / 1. Preis Fotoserien / Natur
Die Körperform und das schlechte Klettervermögen des Kaiserpinguins machen es den Vögeln schwer, an Land zukommen, besonders an Eis- oder Felsküsten. Dies ist auch der Moment, an dem sie für Angriffe von Raubtieren wie dem Seeleoparden besonders gefährdet sind.
Der flugunfähige Kaiserpinguin ist jedoch in der Lage, sich mit dem Dreifachen der normalen Schwimmgeschwindigkeit aus dem Wasser zu katapultieren und so das Ufer zu erreichen. Neue Untersuchungen haben ergeben, dass die Pinguine dabei Luft aus ihren Federn freisetzen. Diese Luft, in Form von kleinen Bläschen, wirkt wie ein Schmierstoff. Er verringert den Luftwiderstand und versetzt die Vögel in die Lage, einen Spurt einzulegen, der ansonsten unmöglich wäre.
Die Luftbläschenwolke, die die Pinguine entstehen lassen, könnte zusätzlich der Ablenkung von Raubtieren dienen.

Text und Fotos:
Mit freundlicher Genehmigung der Stadt Kitzingen.

Fotowettbewerb: Fotowettbewerb KT_TeilnahmebedingungenI

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2 Gedanken zu „Die besten Pressefotos der Welt in Kitzingen

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