Randersacker: Als Galeristin eine Lücke schließen

Galerie am Tanzplan, Tanzplan 2, 97236 Randersacker
Vernissage am Samstag, den 7. September 2019, 15 Uhr

Fotografien im Schoppenglas – Maria Sommer-Schneiders ganz eigener Stil

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Maria Sommer-Schneider in ihrer neuen Galerie in Randersacker.

Eine „Neigeschmeckte“ sei sie, lacht Maria Sommer-Schneider in ihrer neuen „Galerie am Tanzplan“ in Randersacker. Früher gab es in dem unterfränkischen Weinort die „Galerie am Zebrastreifen“. In dieser Tradition möchte die gebürtige Hessin und seit 41 Jahren Wahl-Randersackerin weitermachen. Mitten im urigen Dorfkern gegenüber der katholischen Kirche eröffnet sie am Samstag, den 7. September um 15 Uhr ihren eigenen Ausstellungsort. „Fotografie hat mich schon immer interessiert, doch seit einigen Jahren habe ich meinen ganz persönlichen Stil gefunden.“

In der Tat, es sind Motive, die sie im gefüllten Weinglas präsentiert. Der Betrachter, der verweilt, muss da erst einmal nachdenken. Denn um zu diesem außergewöhnlichen Ergebnis zu kommen, arbeitet sie mit Spiegelungen, großer Blende und immer dem gleichen Schoppenglas gefüllt mit Wein aus der Weinlage „Ewig Leben“. „Meine Fotografien sind gelebte Ausdrucke unserer Weingegend, die ich im Glas darstelle“, erklärt sie.

Fotografie begeistert das Mitglied im „Fotoclub Würzburg“ schon seit 20 Jahren, als sie mit ihrem Mann und damaligen Entwicklungshelfer Karl-Heinz Schneider in Pakistan lebte. „Die Exotik, die Farben und Stoffe und vor allem auch die Menschen trugen dazu bei, die Welt hinter der Linse entdecken zu wollen.“ Zur neuen Leidenschaft der gelernten Krankenschwester und Heilpädagogin trugen später weitere Reisen u. a. nach China, Afrika und in den Jemen bei.

Den Randersackerern ist sie nicht nur als kreatives Mitglied der Künstlergruppe Main, Wein, Kunst bekannt. „Der Ort ist mein Zuhause und vor allem auch meine Heimat.“ Und dass sie Nächstenliebe auch lebt zeigt ihr stetes Engagement in der Nachbarschaftshilfe. Die Eröffnung ihrer Galerie hat sie zudem ganz bewusst gewählt. Das „Main, Wein, Kunst-Festival“ findet nur im zweijährigen Rhythmus statt, also erst wieder 2020. Diese Lücke kann nun in diesem Jahr mit der Eröffnung der „Galerie am Tanzplan“ gefüllt werden!

Mitaussteller sind: Christoph Hupp mit Fotografie und 3D Bildern

Jacqueline Wehrmann, Glaskünstlerin der „Nische 9“ und Mitglied der Randersackerer Künstlergruppe.

 

 

Jacqueline Wehrmann, Glaskünstlerin

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Jacqueline Wehrmann mit ihrem Randersackerer Flaschenkind.

Es ist ihr erster großer Auftritt im Rathaus. Jacqueline Wehrmann aus Randersacker freut sich, ihre Glaskunst einem größeren Publikum präsentieren zu können. Seit über 20 Jahren beschäftigt sich die Künstlerin mit Glas. Für Kenner: Die in Diepholz Geborene arbeitet mit der Fusing- und Pâte de Verre-Technik, mit der Blockschmelze und dem Wax Lost-Verfahren und verbindet Glas mit Holz oder Metall.

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Glaskunst und Drahtdesign. Darauf hat sich die Künstlerin spezialisiert.

„Vor 20 Jahren hatte ich zum ersten Mal ein Glasobjekt des Künstlers Kristian Klepsch in der Hand. Ich wollte mehr über die Materie kennenlernen und belegte im baden-württembergischem Wertheim Glaskurse bei Hans-Joachim Ittig und Detlev Tanz.“

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Glas und Schmuck als Hingucker. Alle Werke sind Unikate.

Sie war so begeistert, dass sie mit der Fusing-Technik, eine Glasverschmelzung im Muffelofen, und dem Glasguss begann.  Seit 2011 widmet sie sich auch noch der Glasperlenherstellung.

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Glasperlen als Herausforderung. Sie faszinieren Jacqueline Wehrmann seit 2011.

Bei ihrer Arbeit begegnet sie immer wieder spannenden Herausforderungen, die zu neuen und faszinierenden Kunstwerken führen. „Meine Werke sind alles Unikate“, betont sie. Im Weinort Randersacker zu leben inspiriere sie besonders. Vielleicht auch einmal zu fränkischen Motiven rund um den Wein. Das Randersackerer Flaschenkind gibt es ja schon!

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Es geht auch um den Wein! Besonders in ihrer Wahlheimat Randersacker.

Die Eröffnung der Ausstellung im Rathaus Randersacker ist am Sonntag, den 28. Januar 2018, 11 Uhr.

www.glaskunst-drahtdesign.de

Christina Haas, Body Painter, Wuerzburg

L1170697 (Large)Christina Haas is a painter. Not a normal painter! Not at all! She doesn’t work with a paintbrush, but with her body. Yes, with her body! I would consider her as a body painter or a body performancer! Well, it is difficult to describe the way how she does it. Just have a look at the photos and you might understand better.

Christina Haas and her Body Art. Photo: Enric Boixadós.

Christina Haas and her Body Art. Photo: Enric Boixadós.

In her actual exhibition she shows also a large size picture with the title: „The Pregnant Woman“. During the last week of her friend’s pregnancy she portrayed her body. Today Baby Iva is visiting the exhibition together with her parents Elvira and Roman. The small girl doesn’t know that she is the star of the day!L1170691 (Large) L1170699 (Large)In her normal life Christina is also a mother and works as a reporter at Bayerischer Rundfunk (BR), a television and radio station. She lives in Margetshoechheim near Wuerzburg, Germany.L1170690 (Large) L1170688 (Large) L1170689 (Large) L11706871 (Large)Her actual exhibition is till the end of September 2015. You are welcome to visit. By appointment only.

HENNEBERGER und Partner – Steuerberater
Mariannhillstraße 6A
97074 Würzburg

 Appointments: info@henneberger-partner.de

Christina Haas: mail@malebenmalen.de

MainWeinKunst 2014: Ein großer Erfolg

Mit der Performance "maLEBEN" bezog Christina Haas die Badewanne Balthasar Neumanns in ihre Darbietung mit ein und interpretierte den Begriff Körpermalerei neu.

Mit der Performance „maLEBEN“ bezog Christina Haas die Badewanne Balthasar Neumanns in ihre Darbietung mit ein und interpretierte den Begriff Körpermalerei neu.

(13./14. September 2014) Alle waren sie zufrieden, Künstler, Winzer und Veranstalter gleichermaßen. Randersackers neues Kunstfest rockt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Auch beim zweiten Mal flanierten viele Besucher durch die schmalen Gassen des Marktfleckens. Ein Schoppen hier, einen Käseteller dort und dazwischen purer Augenschmaus. Winzer Bruno Schmitt spricht gar von über 4.000 Besuchern. Randersacker etabliert sich. Zweifelsohne. Auf ein nächstes Mal im Jahr 2016!DSCF4584 (Large) DSCF4564 (Large)

Die Sprecher des Kulturkreises Randersacker: Simone Doll-Gerstendörfer und Ernst Weckert.

Die Sprecher des Kulturkreises Randersacker: Simone Doll-Gerstendörfer und Ernst Weckert.

Bürgermeister Dietmar Vogel mit der Tochter Balthasar Neumanns, gespielt von Johanna Lang.

Bürgermeister Dietmar Vogel mit der Tochter Balthasar Neumanns, gespielt von Johanna Lang.

Die Gruppe Solimo aus Togo, wohnhaft in Randersacker, sorgte für heiße Rhythmen.

Die Gruppe Solimo aus Togo, wohnhaft in Randersacker, zelebrierte in ihrem ureignen Rhythmus Shakiras Fußball-Song „Waka-Waka“.

Die Gäste drängten sich in Randersackers Gassen, Galerien und Lokalen.

Die Gäste drängten sich in Randersackers Gassen, Galerien und Lokalen.

Winzer Bruno Schmitt sprach gar von 4.000 Besuchern.

Winzer Bruno Schmitt sprach gar von 4.000 Besuchern.

Für einen Schoppen und einen kleinen Plausch ist immer Zeit. Hier im Hof des Weingutes König im Bergmeisterhaus.

Für einen Schoppen und einen kleinen Plausch ist immer Zeit. Hier im Hof des Weingutes König im Bergmeisterhaus.

Begehrt waren die Kellerführungen im Weinkeller Trockene Schmitts.

Begehrt waren die Kellerführungen im Weinkeller Trockene Schmitts.

Klaus Gerstendörfer und seine Skulpturen im Martinshof.

Klaus Gerstendörfer und seine Skulpturen im Martinshof.

"Candle Light Dinner". Akrobatik mit dem Circus Knirps.

„Candle Light Dinner“. Akrobatik mit dem Circus Knirps.

Lesung "Unterwegs am Mekong". Das Thema von MainWeinKunst 2014 war "Wasser".

Lesung im Weingut Arnold aus dem Buch „Unterwegs am Mekong“. Das Thema von MainWeinKunst 2014 war „Wasser“.

Leierkasten-Frau Lilo brachte ganz eigene Töne hervor.

Leierkasten-Frau Lilo brachte ganz eigene Töne hervor.

Regen Zulauf erfuhr der Weingeist im Keller des Bergmeisterhauses.

Regen Zulauf erfuhr der Weingeist im Keller des Bergmeisterhauses.

Fotos: Enric Boixadós

H2O, Photo Exhibition, Randersacker

„H2O“
Photo Exhibition, starting September 13, 2014:

Winzerhof am Spielberg Schenk
Ochsenfurter Strasse 21
97236 Randersacker, Germany

Enric Boixadós is a self-taught freelance photojournalist. He has travelled extensively throughout Europe, North and South America, Asia and Africa. He studied cultural anthropology and is a documentary, reportage and features photographer. He lived for several years in South East Asia and West Africa. His pictures have been published in international magazines. Further he has showcased some of his pieces in Germany and Spain and is a regular participant of Press Photo Awards. He is based in Randersacker/Germany and Barcelona/Spain.

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA DSCF0018 (Large) DSCF0318 (Large) DSCF0364 (Large) DSCF0455 (Large) DSCF2230 (2) (Large) DSCF3170 (Large) DSCF9651 (Large) L1000773 (Large) L1000830 (Large) L1000831 (Large)Photos: Courtesy of Enric Boixadós.

MainWeinKunst 2014 in Randersacker: Kunst trifft Wein

"Wassergeist" von Jürgen Schädel.

„Wassergeist“ von Jürgen Schädel.

„Wasser mit all seinen Facetten ist in diesem Jahr das Thema. Wasser – der Main – ist eines der bestimmenden Charakteristika unseres Marktfleckens Randersacker. Und ohne Wasser gäbe es keinen Wein. Die Künstler haben sich auf vielfältige Weise, aus eigenen Blickwinkeln und mit ihren Ausdrucksmitteln mit dem Urelement und Lebenselixier Wasser auseinandergesetzt.“

 Simone Doll-Gerstendörfer, Kulturkreis-Sprecherin

"Fischer auf dem Inle-See" von Enric Boixadós.

„Fischer auf dem Inle-See“ von Enric Boixadós.

"Cube5" von Jochen Hofmann.

„Cube5“ von Jochen Hofmann.

Programm MainWeinKunst 2014: flyer 2014

MainWeinKunst 2014 in Randersacker

Unbenannt-2Grafik: Ernst Weckert

Die beteiligten Künstler und Winzer. Foto: Traudl Baumeister

Die beteiligten Künstler und Winzer. Foto: Traudl Baumeister

Der Erfolg im letzten Jahr hat beflügelt. Schon zum zweiten Mal präsentiert sich der Weinort Randersacker am 13. und 14. September mit einem eigenen Künstlerfest. Der Kulturkreis mit 20 Künstlern stellt in elf idyllischen Weinhöfen und Galerien seine Kunst, angefangen von Skulpturen über Malerei und Fotografie bis hin zu Schmuckdesign, aus.

Die Eröffnung ist am Samstag, 13. September, um 15 Uhr an Balthasars Badewanne am Place de Vouvray mit einer Performance von Christina Haas und Begrüßung durch die „Tochter Balthasar Neumanns“. Das musikalische Angebot reicht von afrikanischer Trommelmusik, Latin Rock, Jazz bis hin zu klassischer Klaviermusik. Ein Geschichtenerzähler und Akrobatik pur am Kirchplatz verzaubern Groß und Klein. Kinder können in einer Bastelecke Boote aus Kork herstellen. Kellerbesichtigungen, teilweise auch unterirdische, laden zu Wein- und Kunstgenuss ein. Eine Reiseerzählung aus Indochina steht ebenso auf dem Programm wie Führungen zu den Themen Farben und Restaurierung.

Wie wirkt Mineralwasser in unterschiedlichen Facetten auf Weingenuss? Auch das lässt sich erleben und genießen. Gaumenfreuden gibt es in Hülle und Fülle. Lukullische Spezialitäten, nicht nur in flüssiger Form, werden reichlich angeboten. Angefangen vom fränkischen Zwiebelkuchen bis zu Wild und Käsespezialitäten sowie Kaffee und Kuchen versorgen den kleinen Hunger zwischendurch.

Die Veranstaltung endet am Sonntagabend, den 15. September.

Programm MainWeinKunst 2014: flyer 2014

MainWeinKunst 2013: Rückblick

Sprecherin Simone Doll-Gerstendörfer bei der Eröffnung.

Sprecherin Simone Doll-Gerstendörfer bei der Eröffnung.

Die afrikanische Trommelgruppe "Solim".

Die afrikanische Trommelgruppe „Solim“.

Ein Zwiegespräch zum Thema Wein.

Ein Zwiegespräch zum Thema Wein.

Bruno Schmitt als Sprecher der Winzer.

Bruno Schmitt als Sprecher der Winzer.

Christiane Lörner alias Balthasar Neumanns Tochter führt durch den Ort und erzählt Anekdoten aus der Vergangenheit.

Christiane Lörner alias Balthasar Neumanns Tochter führt durch den Ort und erzählt Anekdoten aus der Vergangenheit.

In neun Winzerhöfen erwartet Kunst die Besucher.

In neun Winzerhöfen erwartet Kunst die Besucher.

Klaus Gerstendörfer und seine Skulpturen im Winzerhof Martinshof.

Klaus Gerstendörfer und seine Skulpturen im Winzerhof Martinshof.

Klaus Gerstendörfer und seine Skulpturen im Winzerhof Martinshof.

Klaus Gerstendörfer und seine Skulpturen im Winzerhof Martinshof.

Fotografien von Enric Boixadós im Weingut Edelhof.

Fotografien von Enric Boixadós im Weingut Edelhof.

Fotografien von Enric Boixadós im Weingut Edelhof.

Fotografien von Enric Boixadós im Weingut Edelhof.

Japanische Drachen von Franz Arz im Weingut Richard Schmitt.

Japanische Drachen von Franz Arz im Weingut Richard Schmitt.

Japanische Drachen von Franz Arz im Weingut Richard Schmitt.

Japanische Drachen von Franz Arz im Weingut Richard Schmitt.

Fotografien von Maria Sommer-Schneider im Weingut König.

Fotografien von Maria Sommer-Schneider im Weingut König.

Schmuckdesign von Barbara Weckert im Weingut Trockene Schmitts.

Schmuckdesign von Barbara Weckert im Weinhaus Ewig Leben.

Fotografien von Rafael König im Weingut König.

Fotografien von Rafael König im Weingut König.

Metallarbeiten von Georg Mützel im Weingut Richard Schmitt.

Metallarbeiten von Georg Mützel im Weingut Richard Schmitt.

Metallarbeiten von Georg Mützel im Weingut Richard Schmitt.

Metallarbeiten von Georg Mützel im Weingut Richard Schmitt.

Grafiken von Ernst Weckert im Weinhaus Ewig Leben.

Grafiken von Ernst Weckert im Weinhaus Ewig Leben.

Grafiken von Ernst Weckert im Weinhaus Ewig Leben.

Grafiken von Ernst Weckert im Weinhaus Ewig Leben.

Fotografien von Sabine Ludwig im Weinbau Steigerwald.

Fotografien von Sabine Ludwig im Weinbau Steigerwald.

Fotografien von Sabine Ludwig im Weinbau Steigerwald.

Fotografien von Sabine Ludwig im Weinbau Steigerwald.

Grafik und Aquarelle von Uwe Jonath im Weinkeller König.

Grafik und Aquarelle von Uwe Jonath im Weinkeller König.

Grafik und Aquarelle von Uwe Jonath im Weinkeller König.

Grafik und Aquarelle von Uwe Jonath im Weinkeller König.

Collagen von Jürgen Schädel im Weinhaus Ewig Leben.

Collagen von Jürgen Schädel im Weinhaus Ewig Leben.

Sabine Ludwig liest aus ihrem Buch "Unterwegs in Kuba".

Sabine Ludwig liest aus ihrem Buch „Unterwegs in Kuba“.

Hermann Oberhofer, Druckgrafiker, Randersacker

L1120945 (Large)Hermann Oberhofer ist ein Tausendsassa, doch in erster Linie Künstler. Als Holzdruckgrafiker ist er längst über Deutschland hinaus bekannt. Ausstellungen in ganz Europa zieren seine Vita. „Holzdruckgrafiker ist in der Tat eine Nische, wir sind ganz wenige in der Region“, sagt der Randersackerer. „Druckgrafik habe ich schon immer gemacht, ab 1990 fast ausschließlich Holzschnitthochdruck. Ich bearbeite unter anderem Linol- und Holzplatten mit verschiedenen Werkzeugen und drucke damit.“ Nebenbei ist der ehemalige Lehrer noch Lehrbeauftragter für Druckgrafik und Kunsterziehung an der Uni Würzburg.

L1120961 (Large)Dazu leitet er seit 2005 ehrenamtlich das Künstlerhaus in Würzburg, ist dort auch zuständig für das Ausstellungsprogramm. „Hier können Künstler jederzeit für einen geringen Unkostenbeitrag arbeiten. Meistens sogar unter Anleitung eines Fachmannes“, erklärt er, während er seinen neuesten Druck aus der Presse zieht.

Als Experte für Hochdrucktechnik gibt er Workshops im gesamten süddeutschen Raum. Auch mit 71 Jahren kommt der gebürtige Oberbayer nicht zur Ruhe. Doch dem Grafiker mit Leib und Seele macht der volle Terminplan nichts aus. „Es gab zwei Dinge, die mich in den Holzschnitthochdruck gedrängt haben: Zum einen war es mein Lehrauftrag, zum anderen die Möglichkeit, im Künstlerhaus an speziellen Geräten große Arbeiten zu drucken. Da habe ich Blut geleckt!“ Der gebürtige Eichstätter lebt seit 1966 in der Region. „Lehrer, die nicht verheiratet waren, wurden nach Unterfranken versetzt“, schmunzelt der zweifache Familienvater. Als Mitglied des neuen Randersackerer Kulturkreises präsentiert er seine Holzschnitte und Grafiken  im September im Rahmen der Veranstaltung MainWeinKunst im Randersackerer Weingut Wilhelm Arnold.

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Ernst Weckert, Grafiker und Zeichner, Randersacker

P1160390 (Large)„In der Schule habe ich nie gute Noten im Zeichnen bekommen. Erst als ich für meine Schulfreunde heimlich zeichnete, änderte sich das“, schmunzelt Ernst Weckert. Trotz dieser Tiefschläge schlug er die kreative Richtung ein, als er mit einer Dekorateurslehre in Würzburg begann. Später studierte er Grafikdesign in Hamburg und anschließend an der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart. Die Liebe zog ihn schließlich wieder heim nach Randersacker.

P1160396 (Large)Dann folgten 30 Jahre als Grafikdesigner bei der Stadt Würzburg. „Die ganzen Highlights der Würzburger Feste habe ich dokumentiert“, sagt der 72-Jährige. Seine künstlerischen Entwürfe kamen so gut an, dass er ab 1971 auch als Lehrbeauftragter an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt unterrichtete.

P1160400 (Large) P1160401 (Large)Seine Liebe zu den Zeichnungen entdeckte er erst viel später. „Es war wie eine Offenbarung. Wir unternahmen mit den Studenten Exkursionen nach Rom und Venedig. Ich probierte mich an einfachen Reiseskizzen. Innerhalb von fünf Minuten entstanden so Menschen und Erlebnisse auf dem Papier“, erklärt er. „Das war wie eine Befreiung und zudem hat mir das Zeichnen unheimlich viel Spaß gemacht.“

P1160402 (Large)P1160403 (Large)Ernst Weckert zeigt auf seine Venedig-Mappe aus dem Jahr 1984. Sein idyllisches Haus in Randersacker ist gefüllt mit Erinnerungen. Zeichnungen aus längst vergangenen Zeiten, Illustrationen zu einem Mundart-Buch und gerahmte Plakate liegen griffbereit in den Regalen, auf denen unzählige alte Uhren stehen. „Ich bin ein begeisterter Uhrensammler“, gesteht der Randersackerer. Auf die Frage, mit was er sich lieber beschäftige – Grafiken oder Zeichnungen, antwortet er: „Wenn ich Muse habe, zeichne ich lieber. Doch wenn ich Geld verdienen will, bevorzuge ich Grafikaufträge. Und das Spannende daran ist, dass ich für die auch voll und ganz verantwortlich bin.“

Zwei Uhren schlagen die frühe Abendstunde an. Für Ernst Weckert ist es das Signal, noch zu arbeiten. Heute ist es eine Zeichnung, in die er sich bis spät in die Nacht hinein verlieren wird.

Seine Arbeiten sind im September im Rahmen der Veranstaltung MainWeinKunst im Randersackerer Weinhaus Ewig Leben zu sehen.

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