Ernst Weckert, Grafiker und Zeichner, Randersacker

P1160390 (Large)„In der Schule habe ich nie gute Noten im Zeichnen bekommen. Erst als ich für meine Schulfreunde heimlich zeichnete, änderte sich das“, schmunzelt Ernst Weckert. Trotz dieser Tiefschläge schlug er die kreative Richtung ein, als er mit einer Dekorateurslehre in Würzburg begann. Später studierte er Grafikdesign in Hamburg und anschließend an der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart. Die Liebe zog ihn schließlich wieder heim nach Randersacker.

P1160396 (Large)Dann folgten 30 Jahre als Grafikdesigner bei der Stadt Würzburg. „Die ganzen Highlights der Würzburger Feste habe ich dokumentiert“, sagt der 72-Jährige. Seine künstlerischen Entwürfe kamen so gut an, dass er ab 1971 auch als Lehrbeauftragter an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt unterrichtete.

P1160400 (Large) P1160401 (Large)Seine Liebe zu den Zeichnungen entdeckte er erst viel später. „Es war wie eine Offenbarung. Wir unternahmen mit den Studenten Exkursionen nach Rom und Venedig. Ich probierte mich an einfachen Reiseskizzen. Innerhalb von fünf Minuten entstanden so Menschen und Erlebnisse auf dem Papier“, erklärt er. „Das war wie eine Befreiung und zudem hat mir das Zeichnen unheimlich viel Spaß gemacht.“

P1160402 (Large)P1160403 (Large)Ernst Weckert zeigt auf seine Venedig-Mappe aus dem Jahr 1984. Sein idyllisches Haus in Randersacker ist gefüllt mit Erinnerungen. Zeichnungen aus längst vergangenen Zeiten, Illustrationen zu einem Mundart-Buch und gerahmte Plakate liegen griffbereit in den Regalen, auf denen unzählige alte Uhren stehen. „Ich bin ein begeisterter Uhrensammler“, gesteht der Randersackerer. Auf die Frage, mit was er sich lieber beschäftige – Grafiken oder Zeichnungen, antwortet er: „Wenn ich Muse habe, zeichne ich lieber. Doch wenn ich Geld verdienen will, bevorzuge ich Grafikaufträge. Und das Spannende daran ist, dass ich für die auch voll und ganz verantwortlich bin.“

Zwei Uhren schlagen die frühe Abendstunde an. Für Ernst Weckert ist es das Signal, noch zu arbeiten. Heute ist es eine Zeichnung, in die er sich bis spät in die Nacht hinein verlieren wird.

Seine Arbeiten sind im September im Rahmen der Veranstaltung MainWeinKunst im Randersackerer Weinhaus Ewig Leben zu sehen.

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