Fantastische Frauen in der Frankfurter Schirn

Fantastische Frauen. Surreale Welten von Meret Oppenheim bis Frida Kahlo.

13. Februar 2020 – 5. Juli 2020

Schirn Kunsthalle Frankfurt
Römerberg
60311 Frankfurt

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Kürzlich habe ich den Roman Die Zeit des Lichts gelesen. Er führte mich in die 1920er Jahre in Paris. Im Buch ging es um die Beziehung zwischen Man Ray und dem Model sowie der späteren Kriegsberichterstatterin Lee Miller. Sie ist eine der zentralen Künstlerinnen der Ausstellung. So kam es, dass ich bei meinem Besuch schon mit den meisten Namen der weiblichen Protagonisten vertraut war. Zum Teil habe ich das der Lektüre des Buches zu verdanken, zum Teil anderer Ausstellungen oder Büchern. Es gab also immer wieder ein ganz besonderes Aha-Erlebnis beim Betrachten der Kunstwerke.

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Unbedingt zu empfehlen ist die App als Begleiterin durch die Ausstellung und/oder die Video-Führung mit Kuratorin Ingrid Pfeiffer.

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Göttin, Teufelin, Puppe, Fetisch, Kindfrau oder wunderbares Traumwesen – die Frau war das zentrale Thema surrealistischer Männerfantasien. Künstlerinnen gelangten zunächst als Partnerin oder Modell in den Kreis um den Gründer der Surrealisten-Gruppe, André Breton. Schnell brachen sie aus diesem Rollenverständnis aus und schufen selbstbewusst unabhängige Werke. Die Ausstellung der Schirn beleuchtet erstmals den weiblichen Beitrag zum Surrealismus und zeigt, dass die Beteiligung der Künstlerinnen an der internationalen Bewegung wesentlich umfassender war als allgemein bekannt und bislang dargestellt.

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Unbewusstes, Traum und Zufall, Mythen und Metamorphosen, Literatur und das politische Zeitgeschehen sowie Materialexperimente und inszenierte Fotografie – viele bekannte Themen des Surrealismus kennzeichnen ebenso die Werke der Frauen. Was die Künstlerinnen von ihren männlichen Kollegen vor allem unterscheidet, ist die Umkehr der Perspektive: Durch die Befragung des eigenen Spiegelbilds oder das Einnehmen verschiedener Rollen sind sie auf der Suche nach einem (neuen) weiblichen und künstlerischen Identitätsmodell.

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Die Ausstellung konzentriert sich auf Künstlerinnen, die direkt mit der Anfang der 1920er-Jahre in Paris gegründeten surrealistischen Bewegung verbunden waren, wenngleich bisweilen nur für kurze Zeit: Sie waren mit André Breton persönlich bekannt, stellten mit der Gruppe aus, beteiligten sich an Publikationen und setzten sich mit den surrealistischen Ideen theoretisch auseinander. Mit rund 260 Gemälden, Papierarbeiten, Skulpturen, Fotografien und Filmen von 34 Künstlerinnen aus 11 Ländern bildet die Schau ein vielfältiges stilistisches und inhaltliches Spektrum ab. Neben bekannten Namen wie Louise Bourgeois, Claude Cahun, Leonora Carrington, Frida Kahlo, Meret Oppenheim oder Dorothea Tanning sind zahlreiche bislang weniger bekannte Persönlichkeiten wie Toyen, Alice Rahon oder Kay Sage aus mehr als drei Jahrzehnten surrealistischer Kunst zu entdecken. Sie werden in der Schirn jeweils mit einer repräsentativen Auswahl ihrer Arbeiten vorgestellt. Die Ausstellung spiegelt zudem Netzwerke und Freundschaften zwischen den Künstlerinnen in Europa, den USA und Mexiko. Für die Präsentation konnte die Schirn bedeutende Leihgaben aus zahlreichen deutschen und internationalen Museen, öffentlichen wie privaten Sammlungen gewinnen und in Frankfurt zusammenführen, u. a. aus dem Metropolitan Museum of Art, New York; der Tate, London; den National Galleries of Scotland, Edinburgh; dem Centre Pompidou, Paris; dem Musée d’art moderne de la ville de Paris; dem Musée national Picasso, Paris; dem Kunstmuseum Bern; dem Kunstmuseum Basel; dem Moderna Museet, Stockholm; dem mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien, und dem Museum de Arte Moderno, Mexiko-Stadt.

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Die rund 260 Werke von 34 Künstlerinnen eröffnen eine gänzlich neue Perspektive auf die surrealistische Kunst. Es ist ein umfassender Überblick über die dezidiert weibliche Seite der Bewegung, wie er bislang noch nicht zu sehen war. In der Zusammenschau werden das internationale Netzwerk, die unglaubliche Vielfalt und die beeindruckende Eigenständigkeit der bekannteren wie auch unbekannteren Künstlerinnen des Surrealismus deutlich. Denn der Surrealismus war eine Geisteshaltung, kein Stil.

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Gleich zu Beginn der Ausstellung wird Meret Oppenheim (1913 Berlin – 1985 Basel) präsentiert, die als eine der ersten surrealistischen Künstlerinnen zu frühem Ruhm gelangte. Sie bewegte sich in jungen Jahren im unmittelbaren Umfeld der Surrealisten in Paris. Die Gruppe traf sich regelmäßig, diskutierte über politische Entwicklungen ebenso wie über die damals neue Psychoanalyse, deren Erkenntnisse sie als Impulse nutzte, um die Gesellschaft mit den Mitteln der Kunst zu verändern. Bereits 1936 nahm das New Yorker Museum of Modern Art Oppenheims ikonische „Pelztasse“ in seine Sammlung auf – sie gilt bis heute als das surrealistische Objekt schlechthin. Die Schirn zeigt Werke der Künstlerin aus den 1930er- bis 1970er-Jahren, darunter Skulpturen wie Urzeit-Venus (1933/62) und Gemälde, etwa Das Auge der Mona Lisa (1967). Die offiziellen Mitglieder der surrealistischen Gruppe um André Breton waren zunächst Männer, ab den 1930er-Jahren stießen zahlreiche Künstlerinnen dazu und beteiligten sich an den internationalen Surrealismus-Ausstellungen, etwa in New York (1936), Paris (1936 und 1938), Tokyo (1937), Amsterdam (1938) und Mexiko-Stadt (1940). Man kann von verschiedenen Generationen des Surrealismus sprechen: Die Künstlerinnen waren meist jünger, viele ihrer Hauptwerke entstanden daher in den 1940er- und 1950er-Jahren. Obwohl bis in die 1960er-Jahre weitere Ausstellungen der Gruppe stattfanden und sie sich erst 1969 auflöste, sahen zahlreiche Chronisten den Surrealismus mit dem Zweiten Weltkrieg als beendet an. Auch aufgrund dieser Erzählweise fanden die Werke der Künstlerinnen bislang zu wenig Berücksichtigung.

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Le désir (das erotische Begehren) ist ein zentrales Thema des Surrealismus, der Körper der Frau ein wiederkehrendes Motiv in den Werken. Das Verhältnis der männlichen Surrealisten zu ihren Kolleginnen ist insgesamt als ambivalent zu bewerten. In vielerlei Hinsicht lehnte die Bewegung traditionell bürgerliche Vorstellungen von Familie, Sexualmoral und Eheleben ab. In den Werken der Künstler wird die Frau aber oft objektiviert, als passive Kindfrau, Fetisch oder Muse, fragmentiert oder geköpft dargestellt. Davon unterscheidet sich die Perspektive der Künstlerinnen: Zahlreiche Selbstporträts und Darstellungen der Frauen sind geprägt von einem spielerischen, selbstbewussten Umgang mit ihrem Körperbild und der weiblichen Sexualität. Die Ausstellung zeigt u. a. das Autoportrait, à l’auberge du Cheval d’Aube (1937/38) von Leonora Carrington (1917 Clayton Green – 2011 Mexiko-Stadt), in dem sie sich in der Kleidung eines jungen Mannes aus dem 18. Jahrhundert in Hosen dargestellt hat, flankiert von ihrem wiederkehrenden Alter Ego, einem Pferd, und einer Hyäne als Symbol ihres Freiheitsdrangs. Ithell Colquhoun (1906 Assam – 1988 Lamorna) malte mit Tree Anatomy (1942) eine humorvolle Umdeutung einer Vulva. Die Künstlerin Claude Cahun (1894 Nantes – 1954 Saint Helier) schuf bereits in den 1920er-Jahren ihr Hauptwerk, eine Serie von beeindruckenden und äußerst aktuellen fotografischen Selbstporträts und Fotomontagen, in der sie Androgynität und das Spiel mit Geschlechterrollen thematisierte, etwa um 1927 in Self-Portrait (I am in Training … Don’t Kiss Me). Das Werk von Leonor Fini (1907 Buenos Aires – 1996 Paris) enthält überproportional viele Männerakte, denen starke Frauenfiguren den Weg weisen wie in Dans la tour (Im Turm; 1952) oder Schutz gewähren wie in Divinité chtonienne guettant le sommeil d’un jeune homme (Erdgottheit, die den Schlaf eines Jünglings bewacht; 1946). Die Künstlerinnen rebellierten gegen geschlechtsspezifisches Rollenverhalten und präsentierten sich auch selbst mit einem betont androgynen Aussehen (Oppenheim, Cahun, Toyen) oder in unterschiedlichen Rollen und Maskeraden.

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Die Surrealisten nutzten Spiele und Techniken wie die écriture automatique (automatisches Schreiben), Traumprotokolle oder Collagen, um Zugang zum Unbewussten zu eröffnen und dem Zufall Raum zu geben. Jacqueline Lamba (1910 Saint-Mandé – 1993 La Rochecorbon), Emmy Bridgwater (1906 Birmingham – 1999 Solihull) oder Unica Zürn (1916 Berlin – 1970 Paris) arbeiteten in ihrem Werk ganz zentral mit diesen Methoden. Eine eigene Sektion der Ausstellung ist den cadavres exquis gewidmet. Diese Zeichnungen oder Collagen entstanden als Gruppenspiel: Auf einem gefalteten Papier führten die Teilnehmer nacheinander die Darstellung des Vorgängers fort, ohne zu sehen, was jener kreiert hatte. Solche kollektiven Kunstwerke sollten auch den Zusammenhalt der Gruppe stärken. An diesen Spielen nahmen Mitglieder der Gruppe wie André Breton, Paul Éluard, Valentine Hugo (1887 Boulogne-sur-Mer – 1968 Paris), Jacqueline Lamba oder Yves Tanguy ebenso teil wie Laien oder Autodidakten, etwa Nusch Éluard (1906 Mulhouse – 1946 Paris).

Photomontage "29 rue d'Astorg", en 1936

Im Kreis der Surrealisten spielte die Auseinandersetzung mit antiker Mythologie sowie vorchristlichen und außereuropäischen Mythen und Sagen eine wichtige Rolle. Die mythische Sagengestalt des Mittelalters Melusine (Frau und Meereswesen) und die rätselhafte ägyptische Sphinx (Frau und Löwe mit Flügeln) stehen oft als Symbole für die Metamorphose, das Veränderliche, aber auch für die dämonische Verführerin und Femme fatale. Auf der Suche nach Vorbildern für ein weibliches Identitätsmodell griffen die Künstlerinnen das Motiv des Mischwesens besonders häufig auf. Die Schirn zeigt u. a. La venadita (Der kleine Hirsch; 1946) von Frida Kahlo und die Skulptur La Grande Dame (1951) von Leonora Carrington und José Horna.

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Die tschechische Malerin Toyen (1902 Prag – 1980 Paris) entwickelte für sich ein geschlechtsneutrales Pseudonym, abgeleitet vom französischen citoyen (Bürger). Ihr ging es nicht um Gegensätze zwischen männlich und weiblich, animalisch und menschlich, sondern um Ähnlichkeiten. In Le Paravent (1966) setzt sie einen Mund an die Stelle des Geschlechts der weiblich anmutenden Figur und schafft eine Szene, die zwischen Begehren und Furcht changiert.

Tree Anatomy, 1942 (oil on wood panel)

Während des Zweiten Weltkriegs emigrierten viele der Surrealisten, u. a. in die USA oder nach Mexiko. Eine lebendige surrealistische Szene entwickelte sich in Mexiko um Frida Kahlo (1907 Coyoacán – 1954 Mexiko-Stadt). Die Malerin kombinierte in ihrer individuellen Ikonografie Motive der präkolonialen Kultur Mexikos mit christlichen Symbolen sowie ihrer persönlichen Biografie. Sie betonte matriarchale, feministische Traditionen und trug bewusst die Tracht der Gegend um Tehuana, die für ihre von Frauen dominierte Kultur bekannt war.

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Zu einer zentralen Persönlichkeit in Mexiko-Stadt wurde auch die Dichterin und Malerin Alice Rahon (1904 Chenecey-Buillon – 1987 Mexiko-Stadt), die erste Frau, deren Texte 1936 in den Éditions surréalistes verlegt wurden. Unter den weiteren surrealistischen Künstlerinnen, die sich in Mexiko niederließen und sich intensiv mit der präkolumbianischen Vergangenheit, der überbordenden Natur und den mexikanischen Mythen auseinandersetzten, waren die Malerin und Schriftstellerin Leonora Carrington, die Malerin Bridget Tichenor (1917 Paris – 1990 Mexiko-Stadt) sowie Remedios Varo (1908 Anglés – 1963 Mexiko-Stadt), deren Malstil die surrealistischen Techniken der Fumage, Frottage und Décalcomanie mit der Darstellung detailreicher altmeisterlicher Figuren vereint.

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Die Fotografie bot den Surrealistinnen zahlreichen Möglichkeiten, die Abbildung der Realität durch Retuschen, nachträgliches Kolorieren, Montagen und extreme Belichtungen zu verfremden und infrage zu stellen. Jane Graverol (1905 Ixelles – 1984 Fontainebleau) oder Lola Álvarez Bravo (1903 Lagos de Moreno – 1993 Mexiko-Stadt) nutzten zudem die Technik der Collage, um Widersprüchliches zu verbinden. Gerade unter den Fotografinnen positionierten sich einige Künstlerinnen politisch. Das Werk von Dora Maar (1907 Paris – 1997 ebenda) weist neben surrealistischen Themen, die Schirn zeigt etwa 29, rue d’Astorg (1936), ein tiefgreifendes Interesse am Zeitgeschehen auf. Neben Breton unterzeichnete sie 1934 das Manifest Appel à la lutte (Aufruf zum Kampf) gegen die erstarkenden faschistischen Strömungen.

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Claude Cahun war in den Jahren um 1940 aktiv im Widerstand tätig und verstarb letztlich an den Folgen einer Inhaftierung. Eine besondere Rolle nimmt Lee Miller (1907 Poughkeepsie – 1977 Chiddingly) ein, die nach ihrer surrealistischen Phase ab 1944 als Kriegsfotografin tätig war. Über sie habe ich ganz am Anfang berichtet.

Großartig und damit sehr empfehlenswert!

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Fotos: Schirn Kunsthalle Frankfurt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Women, women, women …

… at Schirn Kunsthalle Frankfurt. Till July 5, 2020. Online Tickets here!

Besides famous female artists such as Louise Bourgeois, Frida Kahlo or Meret Oppenheim, visitors will be able to discover countless unknown but exciting artistic positions from over three decades of Surrealist art, such as Alice Rahon or Kay Sage.

Soon more at sl4artglobal!

 

Fury friends – Fellfreunde

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Siegfried. Thomas Theodor Heine.


Deutsch siehe unten.

Loyal Friends. Dogs and Humans

Special exhibition

28 November 2019 to 19 April 2020 (a prolongation of this exhibition is possible. Check the latest news here!)

Bayerisches Nationalmuseum
Prinzregentenstraße 3
80538 München
Telefon +49 (0)89 21 12 40 1
bay.nationalmuseum@bnm.mwn.de

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Armer Hund und reicher Hund. Richard Dodd Widdas nach dem Original von Alfred Dedreux.

Dogs have always been faithful friends and companions of humans. The close relationship with mankind’s favourite pet has been illustrated in art and in our cultural history in manifold ways. This major exhibition illuminates the eventful relationship between humans and animals through high-ranking works of art and spectacular testimonies to the culture of every day life. Here the dog appears as a companion and helper and as a status symbol. But eroticism, humour and feelings also play an important role. More than 220 objects – from exhibits of an Egyptian dog mummy over magnificent paintings to the robot dog Aibo – reveal a fascinating spectrum of artistic expression. Famous dog owners such as Frederick the Great, Bismarck, Empress Elisabeth of Austria (Sisi), Thomas Mann, Queen Elizabeth II, David Bowie and Munich’s pompous fashion designer Rudolph Moshammer are showcased, as are the works of Anthonis van Dyck, Loriot and Rudi Hurzlmeier, Grace Kelly’s poodle diamond brooch, the taxidermy of the German shepherd Zorro and the tuxedo of Sir Henry; Germany’s most famous pug. In reflecting on dogs, the exhibition also tells us something about humankind and our idea of humanity.

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Big Dog in a Big City. Amit Elkayam.

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Hundeinvasion im Café Luitpold. Thomas Theodor Heine.


Treue Freunde. Hunde und Menschen

Sonderausstellung
28. November 2019 bis 19. April 2020 (eventuell wird die Ausstellung verlängert. Checkt die Öffnungszeiten hier!)

Bayerisches Nationalmuseum
Prinzregentenstraße 3
80538 München
Telephone: +49 (0)89 21 12 40 1
bay.nationalmuseum@bnm.mwn.de

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Stationery Figures. William Wegman.

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Seit jeher ist der Hund treuer Freund und Begleiter des Menschen, doch die Beziehung ist nicht ungetrübt … In der Kunst und Kulturgeschichte spiegelt sich das unauflösliche und meist positiv besetzte Verhältnis zum beliebtesten Haustier auf vielfältige Weise.
Das Bayerische Nationalmuseum geht der Allianz zwischen Hund und Mensch nun in einer umfassenden Ausstellung auf den Grund. Mehr als 200 Werke, darunter hochrangige Werke der bildenden Kunst und spektakuläre Zeugnisse der Alltagskultur, führen das uralte wechselvolle Mensch-Tier-Verhältnis in seinen verschiedenen Facetten vor Augen.

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Leihgaben aus internationalen Museen und Sammlungen sowie kaum bekannte Kunstwerke des Bayerischen Nationalmuseums eröffnen ein breites Spektrum von der Antike bis zur Gegenwart. Prominente Hundehalter wie die Queen, Sisi, David Bowie und Rudolph Moshammer sind ebenso vertreten wie Zeichnungen von Loriot und Rudi Hurzlmeier oder eine Pudel-Diamantbrosche von Grace Kelly. Die Ausstellung umfasst zahlreiche Gattungen – von der ägyptischen Hunde-Mumie über mittelalterliche Altartafeln bis zum Hunderoboter. Die einzelnen Kapitel behandeln Themen wie Treue und Freundschaft, Dienstbarkeit, Statussymbole und Erotik, aber auch die Gefährlichkeit des Hundes. In allen Bereichen erzählt die Ausstellung auch etwas über den Menschen selbst und unsere Vorstellung von Menschlichkeit.

Zur Ausstellung gibt es einen umfassenden Katalog.

 

After 2013: Gunter Sachs again in Schweinfurt

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Jay Ullal, Portrait Gunter Sachs, 1972, o.A. Foto © Jay Ullal

„Gunter Sachs – Kamerakunst. Fotografie, Film und Sammlung“

Kunsthalle Schweinfurt

15. März bis 16. Juni 2019

Wie schon 2013 hat mich auch die zweite, Gunter Sachs gewidmete Ausstellung, restlos begeistert. Absolut empfehlenswert!

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Gunter Sachs, Hommage à Warhol (Claudia Schiffer), 1991, C-Print auf Kodak Endura Papier. Foto © Estate Gunter Sachs

Gunter Sachs war über ein halbes Jahrhundert (1960 – 2011) hinweg nicht nur eine der schillerndsten, sondern auch meist fehleingeschätzten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. So sehr ihn sein extrovertierter Lebensstil in der öffentlichen Wahrnehmung zum „Liebhaber der schönen Frauen“ stempelte, so sehr pflegte Gunter Sachs selbst seine Laufbahn als „Liebhaber der schönen Künste“. Gunter Sachs war Kunstsammler, Mäzen, Galerist, Kurator, Freund der Kunst und der Künstler, aber vor allem war er selbst ein erfolgreicher Fotograf und Filmemacher.

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Andreas Feininger, Brooklyn Bridge, NY Downtown Manhattan, 1940, Silver Print. Foto © Estate of Gertrud (Wysse) Feininger

Die Kunsthalle Schweinfurt zeigt in der Überblicksschau „Gunter Sachs – Kamerakunst. Fotografie, Film und Sammlung“ erstmals Fotografien von Gunter Sachs im Zusammenhang mit seiner Fotografiesammlung und knüpft damit zu ihrem zehnjährigen Jubiläum an die erfolgreiche Ausstellung „Die Sammlung Gunter Sachs“ von 2013 an.

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Gunter Sachs, Ascot, 1995, C-Print auf Kodak Endura Papier. Foto © Estate Gunter Sachs

Gezeigt werden zahlreiche Fotografien von Gunter Sachs aus den Bereichen Mode, Stillleben, Architektur, Portrait, Landschaftsfotografie sowie Experimental- und Konzeptfotografie. Diese werden im Kontext seiner eigenen, bislang in dieser Fülle noch nicht gezeigten Fotografiesammlung präsentiert, die Werke aus den 1930er-Jahren bis in die Gegenwart umfasst, von bekannten Größen wie Andreas Feininger, Andy Warhol, Irving Penn und Horst P. Horst sowie mehrere Arbeiten junger Künstler.

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René Magritte, Arbre et Lune, 1984, Aquarell. Foto © VG Bild-Kunst, Bonn 2012

Zudem werden in der Schweinfurter Ausstellung die kunsthistorischen Einflüsse auf Sachs‘ Fotoarbeiten wie Surrealismus, Nouveau Réalisme und Pop-Art anhand ausgewählter Arbeiten aus seiner Kunstsammlung zu entdecken sein.

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Gunter Sachs, Esquisse pour une statue (sans éclair), 1979, C-Print auf Kodak Endura Papier. Foto © Estate Gunter Sachs

Ein weiterer Teilbereich der Ausstellung widmet sich dem Phänomen, dass Sachs selbst Zeit seines Lebens ein beliebtes Fotomotiv, eine von Paparazzi gejagte Berühmtheit war und zum Sujet befreundeter Fotografen wie z.B. Will McBride wurde.

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Gunter Sachs, Heldenepos, 1996, C-Print auf Kodak Endura Papier. Foto © Estate Gunter Sachs

Die rund 170 Exponate umfassende Übersichtsausstellung  wird mit der Präsentation des gesamten filmischen Werks von Gunter Sachs abgerundet. Plant Euch deshalb bitte eine extra Stunde ein, um die Doku-Filme anzusehen!

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Gunter Sachs, Cleopatra (Claudia Schiffer), 1991, C-Print auf Kodak Endura Papier. Foto © Estate Gunter Sachs

Auch das Buch zur Ausstellung kann ich sehr empfehlen:

Gunter Sachs Kamerakunst. Fotografie, Film und Sammlung, hg. v. Dr. Otto Letze und Maximilian Letze, 248 Seiten mit über 208 farbigen Abbildungen, Hirmer Verlag, ISBN 978-3-7774-3327-1, Preis 34,90 Euro (Sonderpreis im Museumsshop), 39 Euro (im Buchhandel).

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Thomas Ruff, Nudes, o. A., Extrachrome. Foto © VG Bild-Kunst, Bonn 2012

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Gunter Sachs, Bally Serie, 1977, C-Print auf Kodak Endura Papier. Foto © Estate Gunter Sachs

 

Artist colony Ahrenshoop, Baltic Sea

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Recently I visited this wonderful small fairy tale place at Germany’s Northern coastline. I felt like stepping into a painting.

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Studios invite to view their exhibitions.

In 1892 painters founded the artists‘ colony of Ahrenshoop. Painters like Anna Gerresheim, Paul Müller-Kaempff and others built their houses in the small village by the sea. They invited other artists to come to Ahrenshoop and established a flourishing art scene which is still alive. Hundreds of renowned artists of almost all important movements of modern German art visited the small seaside town. They reflected the village and its surrounding in their works of art.

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Today Ahrenshoop established an artist way with different stops. At every sight you can compare the artist painting with the view you have now. It is so interesting, especially for an art lover like me. It brings you to a long lost world and you can explore how painters worked in former times and which perspectives of the motives they had.

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Throughout the year, the artists‘ colony of Ahrenshoop offers a wide range of options: The exhibition centres display art from the beginnings of the artists‘ colony through to the present day. From paintings and drawings as well as sculptural works and photography, you will find everything here. Small studios and workshops invite you to view their traditional handicrafts and to join in and get creative. Concerts, lectures, film nights, exhibition openings, tours and much more – there is something to enjoy at any time of year.

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The Kunstmuseum Ahrenshoop is worth a visit.

Kunstmuseum Ahrenshoop is a museum dedicated to the artists‘ colony. A collection of 900 works represents artists and genres to the present day. A permanent exhibition shows works of the colony’s founders. They created excellent paintings of landscapes, portraits and interiors. Regularly changing exhibitions are dedicated to classical modernism, art from East Germany and contemporary artists connected.

The unique light on the narrow strip of land between the Baltic Sea and the Bodden displays nature in all of its radiance. Whenever you are in the region go to Ahrenshoop. It is a magical place.

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Munich: Peter Lindbergh and his Supermodels

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White Shirts: Estelle Léfebure, Karen Alexander, Rachel Williams, Linda Evangelista, Tatjana Patitz & Christy Turlington, Malibu, 1988 © Peter Lindbergh (Courtesy of Peter Lindbergh, Paris / Gagosian Gallery)

PETER LINDBERGH

FROM FASHION TO REALITY

April 13 – August 27, 2017
daily 10 – 20 h

Kunsthalle München
Theatinerstraße 8
80333 München

www.kunsthalle-muc.de

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Kate Moss, Paris, 2014 Vogue Italia © Peter Lindbergh (Courtesy of Peter Lindbergh, Paris / Gagosian Gallery) Giorgio Armani, S/S 2015

This exhibition about German photographer Peter Lindbergh (born 1944 in Lissa), one of the most influential fashion photographers of the past 40 years, features more than 220 photographs. His iconic images, with which he heralded the supermodel phenomenon in the 1990s, will be presented along with unpublished photographs and unseen material, varying from personal notes, storyboards, props, polaroids, contact sheets and films to monumental prints. His avant-garde images quickly addressed concerns of society in a world with established aesthetic codes: his pure black-and-white photographs have determined the course of fashion photography since the early 1980s.

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Tribute to Nijinski (Kristen McMenamy), New York, 1993 Harper’s Bazaar © Peter Lindbergh (Courtesy of Peter Lindbergh, Paris / Gagosian Gallery) Valentino, Spring/Summer 1993

Lindbergh’s predominantly black and white photographs that capture the fleeting moment opened up a new dimension of realism in fashion photography, revolutionizing the visual idiom of the well-known magazines and fashion labels. Avoiding the artifice of fashion photography, Lindbergh was the first to focus on the unique personalities of his models. Instead of beautifully dressed human “clothes horses”, he portrayed self-assured, expressive personas, from the femme fatale to the heroine, but also the female dancer and the actress. His oeuvre is characterized by portraits that radiate a certain lack of inhibition and physical grace.

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Pina Bausch, Paramount Studios, Los Angeles, 1996 © Peter Lindbergh (Courtesy of Peter Lindbergh, Paris / Gagosian Gallery) Giorgio Armani

About the exhibition

The exhibition “From Fashion to Reality” is an homage to Lindbergh’s multifaceted oeuvre from 1978 to the present day. The show has a thematic approach, marking his creative development and focusing on the passions he developed over the years.

Eight different sections have been devised: “Supermodels”, “Couturiers”, “Zeitgeist”, “Dance”, “The Darkroom”, “The Unknown”, “Silver Screen” and “Icons”.

Supermodels

Models like Naomi Campbell, Linda Evangelista, Kate Moss, Christy Turlington and Tatjana Patitz, among others, were young and unknown when Lindbergh photographed them in the late 1970s and 1980s. Later, their first names became household names that rolled off tongues the world over. While the focus of influential fashion magazines like Harper’s Bazaar or Vogue had hitherto been on the clothes, the spotlight was now being shone onto the women presenting them. This section shows Lindbergh’s iconic pictures from the 1990s and is complemented with photographs from the recent reunion of the supermodels (published in Vogue Italia, September 2015). Lindbergh shows that twenty-five years later, they have not lost any of their beauty and personality.

Check it out! The exhibition is really great!

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Charlotte Rampling, Paris, 1987 Vanity Fair © Peter Lindbergh (Courtesy of Peter Lindbergh, Paris / Gagosian Gallery)

 

 

Duesseldorf: Myth Tour de France

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Ehrenhof 2
40479 Düsseldorf

The exhibition Mythos Tour de France lasts until July 30, 2017.Sabine-2 (Large)Sabine2-Bearbeitet (Large)

For her long-term project „Allez le Tour“ my friend Nicola Mesken has been photographing fans on the fringes of the route Tour the France for twelve years now. Using an analogue compact camera and black-and-white film she documents life on the fringes of the route and shows the fans’ quiet moments – sitting on their folding chairs, preparing breakfast, or playing Scrabble to make the waiting time pass more quickly.

 

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Nicola Mesken (left) about the approach of her Tour de France photography. Photo: Enric Boixadós

An international group exhibition showcases till July 30, 2017 the powerful imagery of the most important bicycle race in the world. It features portraits of cyclists, film documentaries, installations, landscape shots and mood images. The exhibition spans more than 80 years of Tour history with over 120 works by 20 international artists. It is shining a light on the tumultuous history of the Tour de France, showing its splendour and its more shady aspects and demonstrate how sporting events and image events are interdependent.

Beside Nicola Mesken there are works by Otto Berchem, Robert Capa, Laurent Cipriani, Andreas Gursky, Harry Gruyaert, Martin Höfer, Philipp Hympendahl, Richard Kalvar, Timm Kölln, Kraftwerk, Guy Le Querrec, Louis Malle, Reinhard Mucha, Pascal Rivet, Kai Schäfer, Paul Smith, Olaf Unverzart, Stephan Vanfleteren and John Vink.

Here you see an approach of Nicola Mesken’s work. It is an impressive testimony of sticking to a long planned project as well as ambition and courage. During 7 minutes the film will take you in an unknown world of both: the unconditional love to photography and the hard, often cruel challenges of a sport event which is unique on our planet.

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If you cannot get enough of the pics and impressions: Get Nico’s art book „Allez le tour“. It is in English, French, German and Spanish. You can order here!

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Nicola Mesken with Allez le tour! Follow her on Instagram! And on Facebook!

Picasso, Kulturspeicher Wuerzburg

Picasso, Tête de Faune, Kopf des Faun, 1962, Farblinolschnitt, Museum Kunstpalast Düsseldorf, © Succes~1

Picasso, Tête de Faune, Kopf des Faun, 1962, Farblinolschnitt, Museum Kunstpalast Düsseldorf, © Succes~1

Kulturspeicher Wuerzburg

till January 17, 2016.

Graphics from the Kunstpalast Museum’s collection, Duesseldorf.

Pablo Picasso is, without a doubt, the most famous artist of the 20th century. The artist was not only active as a painter and sculptor, but also left behind an extensive collection of graphic works. From his first etching in 1904 until the last years of his life, prints remained an integral part of his work, totalling eventually 2.400 images.

Picasso, Françoise, 1946, Farblithographie, Museum Kunstpalast Düsseldorf, © Succession PicassoVG Bild~1

Picasso, Françoise, 1946, Farblithographie, Museum Kunstpalast Düsseldorf, © Succession PicassoVG Bild~1

One is amazed not only by the magnitude of this productivity, but also by the technical diversity of his graphics. Picasso made use of the full spectrum of graphic techniques, ranging from drypoint, aquatint, lithography and linocut, to rare and complex methods such as sugar lift and experimental combinations of various techniques.

Picasso, Trois Nus debout, Drei stehende Akte, 1927, Radierung, Museum Kunstpalast Düsseldorf, © Succe~1

Picasso, Trois Nus debout, Drei stehende Akte, 1927, Radierung, Museum Kunstpalast Düsseldorf, © Succe~1

The themes of his graphics mirror his entire painting universe: figurative representations with portrait characteristics appear alongside still lives, animal illustrations and allegorical and mythological scenes. Most of the time, they were linked to his personal fortunes, often a direct reflection of his daily routine. Whenever he was inspired by literary works, he took the freedom of reinterpreting the original texts and gave characters, such as the bull-man „Minotaur“, both positive and negative features.

Picasso, Maternité, Mutterschaft, 1924, Radierung, Museum Kunstpalast Düsseldorf, © Succession Picasso~1

Picasso, Maternité, Mutterschaft, 1924, Radierung, Museum Kunstpalast Düsseldorf, © Succession Picasso~1

With a total of 73 prints, the Stiftung Kunstmuseum Duesseldorf (Duesseldorf Art Museum Foundation) possesses a graphic cross-section of most of the artist’s creative phases from the 1920s on. Among these are unique prints, such as the rare 1924 etching „Maternité“ (Maternity) or the 1929 figure (Bather Opening a Cabin), as well as series and portfolios such as the illustrations for the story „Chef d’oeuvre inconnu“ (1952) by Honoré de Balzac, or prints from the famous „Suite Vollard“, a series of graphics purchased from Picasso by the art dealer Ambroise Vollard, which was only published after Vollard’s death at the end of the 1940s.

Picasso, Le départ, Der Aufbruch, 1951, Farblithographie, Museum Kunstpalast Düsseldorf, © Succession ~1

Picasso, Le départ, Der Aufbruch, 1951, Farblithographie, Museum Kunstpalast Düsseldorf, © Succession ~1

The portfolio of bullfighting depictions „La Tauromaquia“ (1959) – inspired by José Delgado y Galvet’s book which explained, for the first time in 1796, the process of bullfighting – is complete, as well as the enigmatic series „Poèmes et Lithographies“ (1960), where, on each plate, Picasso inscribed individual, somewhat surreal handwritten texts which contrast with the masterful illustrations.

Picasso, Tête de taureau, tournée à gauche, Stierkopf, nach links gedreht, 1948, Lithographie, Museum ~1

Picasso, Tête de taureau, tournée à gauche, Stierkopf, nach links gedreht, 1948, Lithographie, Museum ~1

Picasso, Paloma et Claude, 1950, Farblithographie, Museum Kunstpalast Düsseldorf © Succession PicassoV~1

Picasso, Paloma et Claude, 1950, Farblithographie, Museum Kunstpalast Düsseldorf © Succession PicassoV~1

In a 1968 multiple-figures scene, which is part of a vast graphic series, the 87-year old artist reunites once again the themes of his painting theatre: painter and model, the different stages of life, allegories of freedom (the lamb), masculine strength (the horse), tamed by the tender gesture of the figure on the right, and erotic obsessions – so to speak the banishment of fear, just a few years before the artist’s death, and the longing for mythical happiness.

Picasso, Petite Tête de femme couronnée, Kleiner Frauenkopf mit Krone, 1962, Farblinolschnitt, Museum ~1

Picasso, Petite Tête de femme couronnée, Kleiner Frauenkopf mit Krone, 1962, Farblinolschnitt, Museum ~1

On the occasion of the exhibition at the Museum im Kulturspeicher in Wuerzburg, the collection of Picasso’s graphic works from the Kunstmuseum Duesseldorf will be published for the first time. A selection of photographs, taken by Hubertus Hierl in 1966 when Picasso was visiting a bullfight in Arles, complete the exhibition.

Picasso, Figure, Figur (Badende in der Kabine), 1929, Lithographie, Museum Kunstpalast Düsseldorf, © S~1

Picasso, Figure, Figur (Badende in der Kabine), 1929, Lithographie, Museum Kunstpalast Düsseldorf, © S~1

Bauhaus in Dessau: The Kornhaus

L1160694 (Large)The Kornhaus, a restaurant and pub, was erected in 1929–30 on the banks of the Elbe near the steamship pier, and commissioned by the city of Dessau and the Schultheiss-Patzenhofer Brewery. The name commemorates the granary that stood there from the mid-1800s until the 1870s.L1160692 (Large)The Kornhaus was planned by Bauhaus architect Carl Fieger and built using a mix of construction techniques with brickwork walls and a reinforced concrete frame. The individual cubic corpora are grouped around the kitchen and the catering block. The upper floor included a dance hall and a restaurant area from which one reached the banks of the Elbe. The front, semicircular building in the west was originally conceived as an open balcony, but in mid-construction, was closed in with glass. The basement floor featured a bar with a separate entrance.L1160693 (Large)In spite of several refurbishments, many of the Kornhaus’ original features are still preserved. Renovated in 1996, the building is today once more open to the public – a historically resonant meeting place in one of Dessau’s most attractive places.